Das Ergebnis des Übens von saṃtoṣa/ santoṣa

„Tiefe Zufriedenheit lässt uns grenzenloses Glück erfahren.“ Oh ja, zwei Mal für mich, bitte (einmal zum weiterverschenken natürlich 😉). Was Patanjali im Yogasutra 2.42 mit tiefer Zufriedenheit meint, wird nicht durch die Erfüllung unserer innigsten Wünsche erreicht. Ganz im Gegenteil – wenn wir es schaffen, uns nicht mehr von den äußerlichen Gegebenheiten beeinflussen zu lassen, nicht ständig höher, weiter, schneller und besser (als alle anderen) sein zu wollen, üben, die Situation so anzunehmen, wie sie jetzt ist, zu akzeptieren, dass sowohl Sorgen und Ängste als auch Glück und Wohlergehen sich ständig verändern werden, dann können wir dieses grenzenlose Glücksgefühl, Freude und Gelassenheit in uns erzeugen. Unsere Erwartungen und Befürchtungen loszulassen, dankbar zu sein und wertzuschätzen, was da ist, ist sicherlich nicht immer einfach. Aber mit jedem noch so kleinen Versuch kommt man diesem grenzenlosen Glück jedes Mal ein Stückchen näher.